Der Mittelstand hat beim Thema KI einen unterschätzten Vorteil: kurze Entscheidungswege. Was in Konzernen Gremien beschäftigt, kann hier in wenigen Wochen ausprobiert werden.
Die typischen Bedenken
Viele mittelständische Unternehmen zögern aus drei Gründen: Sie sehen keine eigene Datenbasis, sie fürchten hohe Investitionen und sie haben kein Team, das sich hauptberuflich um KI kümmern könnte.
Alle drei Bedenken waren vor wenigen Jahren berechtigt. Heute sind sie es nur noch eingeschränkt, weil moderne Sprachmodelle ohne eigenes Training nutzbar sind und die Einstiegskosten überschaubar bleiben.
Anwendungsfälle, die im Mittelstand tragen
- Angebots- und Ausschreibungsunterlagen schneller aufbereiten und prüfen.
- Technische Dokumentation durchsuchbar machen und Fragen dazu beantworten lassen.
- Kundenanfragen vorstrukturieren, damit der Service schneller antworten kann.
- Interne Wissensbestände erschließen, bevor erfahrene Mitarbeitende in den Ruhestand gehen.
Der Vorteil der kurzen Wege
Wo Geschäftsführung, Fachbereich und IT an einem Tisch sitzen, lässt sich ein Anwendungsfall in wenigen Wochen testen statt in Quartalen. Diese Geschwindigkeit ist ein echter Wettbewerbsvorteil gegenüber größeren Wettbewerbern.
Wichtig ist, den Test klein zu halten und vorab zu definieren, woran der Erfolg gemessen wird. Sonst entsteht ein Dauerprojekt ohne Entscheidungspunkt.
Was Sie an Voraussetzungen wirklich brauchen
- Klarheit darüber, welcher Prozess verbessert werden soll.
- Eine Handvoll Mitarbeitender, die den Prozess kennen und Lust auf das Thema haben.
- Eine Regelung, welche Daten in welche Systeme gegeben werden dürfen.
- Die Bereitschaft, Ergebnisse ehrlich zu bewerten und gegebenenfalls abzubrechen.
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